Filme fahren

Filme fahren-so heißt mein erster Roman. Ich habe ihn als E-Book  über Tolino Media veröffentlicht.

Nun ist er hier erhältlich: https://www.hugendubel.de/de/ebook/ulrike_melzer-filme_fahren-28008194-produkt-details.html  und bei Thalia, Weltbild,

buecher.de , ebook.de, u.v.a…

Ihr könnt euch eine kostenlose Leseprobe herunterladen und das Buch für 4,99 € kaufen.

Auf meiner Facebook-Seite: https://www.facebook.com/UlrikeMelzerAutorin/

könnt ihr auf den „jetzt einkaufen“-Button klicken und werdet dann direkt zu

Hugendubel weitergeleitet. Außerdem erfahrt ihr, wer die Protagonisten des Romans sind,

welche Musik sie hören, welche Gedanken ich mir beim Schreiben gemacht habe, etc…..filme-fahren-ulrike-melzer-beschreibung

Das Titelbild ist von: T.I.C.C. (www.ticc.gallery)

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Liebster-Award

Was soll ich sagen? Eine Riesenehre-ich wurde schon nach meinen ersten stümperhaften Versuchen als Bloggerin für den Liebster-Award nominiert. 😉

Nominiert wurde ich von der tollen, begabten Friederike Kunath, die ich schon sehr lange kenne. Ich freue mich riesig und bedanke mich ganz herzlich!!

Was ein Liebster-Award ist? Das ist eine schöne Möglichkeit, neue, noch unbekannte Blogs bekannter zu machen, sich so besser zu vernetzen, Neues zu entdecken….

Wie es geht? Ganz einfach: Der Nominierer stellt dem Kandidaten 11 Fragen. Die sind persönlich, damit der Blogger auch einmal eine andere, private Seite zeigt.

Ich habe diese Idee etwas abgewandelt: Ich  habe  eine Liste zusammengestellt, mit Blog-Empfehlungen: Blogs, die ich ungewöhnlich, inspirierend und begeisternd finde.  Viele Worte möchte ich nicht verlieren, macht euch selbst ein Bild.

Zuerst möchte ich euch Friederike Kunath  und ihren Blog SchreibStimme     

vorstellen, den sie gemeinsam mit Franz Tóth betreibt. Da sie mich nominiert hat, wird der Text etwas länger….

Friederike ist eine Freundin, die ich schon lange kenne. Bei  WG-Gesprächen in Leipzig und Berlin haben wir endlos  über Literatur geredet und so kannte ich ihre Begeisterung für Sprache und gute Bücher bereits.

Menschen zum Schreiben zu motivieren, die Gabe zu besitzen, mit Worten auszudrücken, was Schreiben überhaupt ist, was diesen Prozess so besonders macht und wie man die ganz eigene, individuelle SchreibStimme findet-das können nicht Viele. Noch seltener ist allerdings die Verbindung von wissenschaftlichem Schreiben mit freiem Schreiben, Literatur und Kreativität. Diese Herangehensweise ist wirklich ungewöhnlich und neu.

Friederike und Franz bringen all die Gedanken um Sprache und die Suche nach einer eigenen Ausdrucksform jenseits aller akademischen Phrasen, unverkrampft, mit Lebenslust, Natürlichkeit und Freude zum Ausdruck. Ihre Beiträge bringen mich immer zum Nachdenken, motivieren und inspirieren mich.

Was ich besonders mag, ist das thematisieren  der spirituelle Komponente, die zum Schreiben dazugehört-und das ganz unkompliziert, intelligent und auf den Punkt.

Ich mag Friederikes Art zu schreiben. Das ist immer tiefgründig, anregend und individuell.

Wenn jemand das Schreiben liebt, merkt man das. Die Texte von Friederike wirken nie aufgesetzt. Es kommt von Herzen-und aus einer Liebe zu Literatur.

2. Natürlich lese ich gern und mag Buchblogs. Diese Blogs sind besonders originell:  „Fräulein Briest bloggt“ https://fraeuleinbriestbloggt.com/

aus.gelesen: https://radiergummi.wordpress.com/

3. Ich habe in Gießen eine Autorengruppe gegründet und zwei Mitglieder betreiben richtig  gute Blogs, bzw. Websites : https://wortgalerie.wordpress.com/ -Ann-Christin Helmke hat ihren Blog zwar vorerst auf Eis gelegt, doch die Beiträge kann man noch lesen und ich hoffe, es geht irgendwann weiter…

Sie vereint Buchrezensionen, Gedichte und Gedanken.

Wer genervt ist von all den Gurus und Coaches,

kann sich Rat bei Bernd Walf´s  Guru Mütz holen: guru-cartoons.de und https://de-de.facebook.com/gurumuetz/

4. Eine Reise in die Literatur der Weimarer Republik kann man mit Jörg Mielczarek  auf: http://www.literatur-weimar.de machen.

5. Eine ganz besondere Entdeckung: Der Blog https://52schabbatot.wordpress.com/  von Schauspielerin und Schriftstellerin Lana Chudnovska : Bewegende Kurzgeschichten, Einen Einblick in den jüdischen Alltag und all das ist Teil der Theaterperformance „52 schabbatot“, die im Herbst 2017 in Berlin Premiere haben wird.

6. Noch ein Buchblog: aboutsomething: https://writeaboutsomething.wordpress.com/

7. Es fällt mir  schwer, Texte  zu finden, die  ich richtig gut finde. Ich schreibe selbst Gedichte, kann aber mit zeitgenössischer Lyrik  nicht viel anfangen. Oft sind es Freunde und Bekannte, deren Texte und Gedichte ich gut finde-leider trauen die sich  nicht in die Öffentlichkeit. Also suchte ich nach guten Lyrikblogs und entdeckte: https://myslamery.wordpress.com von Regisseur und Schriftsteller Daniel Anderson. Auch sein https://menschenlebenblog.wordpress.com  ist sehr zu empfehlen.

8.Ebenfalls zu empfehlen ist auch der Blog des Berliner Schriftstellers Marco Kunz: Gedichte, Info´s zu seinen Büchern, Leseproben seines ersten Romans „Rain Dogs“, Videos, u.v.m….https://marcokunz.wordpress.com/

Und nun: Meine Antworten auf 11 Fragen von Friederike…

  1. Warum bloggst du?

Hmm…Ich habe schon immer zuviel gedacht. Und hatte auch schon immer einen großen Mitteilungsdrang. Ein Blog ist dafür perfekt;-) Mein erstes Buch „Filme fahren“ ist fertig. Ich hatte beim Schreiben viele Gedanken in meinem Kopf, die einfach rausmussten. Oft ging es dabei nicht um das Buch -eher um das Schreiben selbst. Ich habe auch das Bedürfnis, anderen Schreibenden Motivation mitzugeben-weil ich weiß, wie frustrierend es oft sein kann, wie oft man aufgeben möchte. Einfach weil man sich immer wieder mit Dingen auseinandersetzen muss, die nichts mit dem Prozess des Schreibens zu tun haben, sondern mit den Vorurteilen Anderer, mit Verdienstmöglichkeiten. Mit Unsicherheiten. Ich finde es schade, wie oft sich begabte Schreiberlinge so stark verunsichern lassen, dass ihre Werke in den Schubladen verstauben. Darum geht es in meinem Blog. Und natürlich um meine Gedanken, die ich gern mit zukünftigen Lesern, oder jedem neugierigen Menschen, der meinen Blog entdeckt, teilen möchte.

2. Was war dein Lieblingsspiel als Kind?

Ich habe gern Geschichten aus den Büchern von Astrid Lindgren nachgespielt. Mit meinem Bruder habe ich Ritter Kato im Garten gejagt, bin als Ronja vor den Wildtruden geflüchtet und habe mich natürlich auch gern als Prinzessin verkleidet. Highlight war jedoch ein „Camp“ von meiner Schwester organisiert: Ich musste Michael-Jackson-Songs lernen und „Choreos“….;-) ich war nämlich Backgroundsängerin bei Michael Jackson (mein Bruder mit Schneewittchen-Perücke) :-)))

3. Würdest du lieber in der Zukunft oder Vergangenheit leben? Warum?

Ganz klar Vergangenheit. Am liebsten im New York der 70er und dann in den 80ern in WestBerlin. In den 70ern entstanden all meine Lieblingsmusiken: Punk, Disco, Hip-Hop. Da wäre ich gern dabei gewesen…Berlin muss ich nicht erklären, oder? Versteht sich von selbst…;-)

4. Welche drei Dinge hast du immer dabei?

Lippenstift, Handy, Notizbuch.

5. Welches Buch hast du zuletzt gelesen? Und was kommt als Nächstes?

„City on Fire“ von Garth Risk Halberg. New York, 70er…klar, oder? Und dann: „Sex, die wahre Geschichte“ von Christopher Ryan und Calcida Jethá, „Vita Activa“ von Hannah Ahrendt und „My Life on the Road“ von Gloria Steinem.

6. Was macht für dich einen Tag perfekt?

Gesundheit, gute Laune, guter Kaffee, viel Inspiration, gute Gespräche, gute Bücher und ganz viel Musik und indisches Essen.

7. Hast Du ein Lieblingswort? Und wenn ja, welches?

In meiner Familie sind ausgedachte Worte Tradition. 😉 Mein Lieblingswort: Rackig. Damit ist dieser Zustand gemeint, wenn man sehr genervt ist und das Gefühl hat, jeden Moment einen Wutanfall zu bekommen-rackig, halt 😉 geht mir oft beim schreiben so, wenn ich den Text nicht so hinbekomme, wie ich möchte.

8. Was tust du um dich aufzuheitern?

Eine gute Freundin anrufen, Serien schauen. Ganz viel Serien. Und: Songs oder Gedichte schreiben.

9. Wofür würdest du auf der Stelle alles stehen und liegen lassen?

Für Menschen die ich liebe.

10. Welches Handwerk würdest du gern erlernen?

Na ja…nicht direkt Handwerk, aber…ein Musikinstrument würde ich gern spielen können.

11. Welche 5  Berufe würdest du in deinen nächsten 5 Leben gern ausüben?

Musikerin/Sängerin. Cafébetreiberin. Filmemacherin. 14805385_1245822985481749_1621102706_n Und wenn es in diesem Leben nicht mehr klappt: Erfolgreiche Autorin. Das war es auch schon…

Bemerkenswert

Mein Buch

12064148_896218400462468_1034700899_nSeit Montag ist mein erster Roman „Filme fahren“ endlich bei Hugendubel, Weltbild und all den  anderen Shops erhaeltlich. Und ich dachte mir, das ist eine gute Gelegenheit, mein Buch mal mit einem Blogbeitrag vorzustellen….

Es ist schon verrueckt: Da arbeitet man jahrelang an einer Geschichte, sucht nach den richtigen Worten, stellt sich immer vor, wie es sein wird und dann steht es da so ganz selbstverstaendlich : Filme fahren, Ulrike Melzer. Jeder kann es kaufen und Teil einer Welt werden, die zuvor nur in meinem Kopf existierte. Verrueckt.

Am Anfang, vor einigen Jahren, war „Filme fahren“ ein riesiger Waelzer mit vielen Geschichten. Doch dann hatte ich die Idee, diese vielen Geschichten auf drei Buecher zu verteilen. Teil 1 ist die Geschichte einer Hauptfigur, die wie ich weiblich, musikbesessen und na ja, sagen wir mal, sehr sensibel und etwas ueberemotional ist. Aber da enden die Gemeinsamkeiten auch schon. 😉 Gut, eine hab ich noch: Wir sind beide in der Ex-DDR aufgewachsen und haben im Gegensatz zu vielen Altersgenossen nichts vergessen. Wir verspueren nicht den Drang zu verharmlosen und glauben auch nicht, dass Vergangenes vergangen ist. Wir tragen es mit uns-nicht nur das was uns, auch das, was unseren Eltern, Großeltern und Urgroßeltern passiert ist.

Ein Buch das mich sehr beeindruckt hat, ist „the great Gatsby“ von F.Scott Fitzgerald. Da gibt es den etwas unspannenden Erzaehler Nick Carraway,der unheimlich interressiert am Leben seiner Mitmenschen ist, die Gabe hat, sich in sie hineinzuversetzen und die Feinheiten zwischenmenschlicher Beziehungen zu erkennen. Er erweckt Vertrauen. Heute wuerde man ihn wohl als hochsensibel bezeichnen. So eine Figur ist auch Rena aus „Filme fahren“. Gleichzeitig moechte sie allerdings auch Gatsby sein. Sie stolpert im Sommer 1996 zufaellig in die Welt eines unbekannten Clubs hinein, trifft dort auf Menschen, die alle irgendwie miteinander verbandelt sind: Milosch, der wie Rena 17 ist, wuchs in Ostberlin bei seinen Eltern Hannes und Mimi auf. Sie sind Sinti, Jazzmusiker und nicht gerade linientreue DDR-Buerger: In einer fiktiven evangelischen Kirchengemeinde gehoeren sie zu einem Friedenskreis, stellen einen Ausreiseantrag. Daraufhin wird Milosch in ein Heim fuer angeblich schwer erziehbare Kinder gebracht, die Eltern werden verhaftet. Nach der Wende wird Milosch von Christoph adoptiert, einem Freund seiner Eltern. Dass dieser Freund fuer die Verhaftung seiner Eltern und so auch fuer das Schicksal von Milosch verantwortlich ist, ahnt nur Milosch selbst. Er ist kaum zuhause, lebt auf der Straße und in besagtem Club und trifft eines Tages den Sozialarbeiter Walter, ebenfalls ein Freund seiner Eltern. Walter, genannt Wladi, wird zum Ersatzvater fuer Milosch. Walter war ebenfalls lange in Stasihaft.

Sein Bruder Niko ist der Erste, den Rena an ihrem ersten Abend in Berlin trifft und um bei Gatsby zu bleiben, er wird ihre Daisy, oder so…😉Niko ist ihre Motivation in Berlin zu bleiben und sich als Songschreiberin zu versuchen.Sie lebt mit Milosch und seiner guten Freundin Karen in in einer Wg. Karen kommt aus Charlottenburg und hat einen ganz anderen Background als die anderen Protagonisten. Ihre Eltern sind Aerzte, leistungsorientiert, reich und kalt. Karen flieht sozusagen vom Westen in den Osten😉, aus einer perfekten, durchstruktierten Welt, in eine, die sich staendig neu erfindet. Die letzte Figur ist Alina, die Halbschwester von Niko und Wladi. Doch deren Lebensgeschichte und die verworrenen Familienverhaeltnisse zu erklaeren, wuerde zu lange dauern….

Rena, Karen und Milosch versuchen ihre individuellen Lebensentwuerfe zu verwirklichen. Rena und Karen gruenden eine Band,Milosch schreibt Gedichte. Ihre Motivation kommt aus diesem Freiheitsgefuehl, das nach der Wende  entstanden ist…Fuer manche von euch vielleicht schwer nachzuvollziehen. Stellt euch einfach vor, ihr fuehlt euch als Kind eingesperrt. Zuhause geht es euch gut, denn da koennt ihr so sein, wie ihr wollt. Doch vor der Schule werdet ihr von euren Eltern „gebrieft“: Das darfst du bei uns sagen, in der Schule auf keinen Fall.“ Ich hatte Angst vor der Zukunft. Mich als Mensch immer verstellen und verstecken zu muessen-das wollte ich nicht. Niemand hat damit gerechnet, dass es anders kommt, deshalb war der positive Schock um so groeßer. Immer wenn ich mich mit Menschen unterhalten habe, die mit der DDR nicht Frau Elster und Bambina-Schokolade verbinden sondern Stasi, Spitzel und Gefaengnis, habe ich diese Begeisterung gesehen, diese Euphorie, die ich auch gespuert habe. Doch das Leben als freier Mensch ist gar nicht so leicht…Kennt ihr die Netflix-Serie „the unbreakable Kimmy Schmidt“? Die Serienfigur Kimmy erlebt das, was auch meine Protagonisten in den passend betitelten Abschnitten erleben: Kimmy wird aus einer Sekte befreit, war jahrelang in einem Bunker eingesperrt, will euphorisch ein neues Leben in New York beginnen (feiern) sie versucht sich stabile Strukturen aufzubauen, gewinnt neue Freunde(chillen) und ist dann von all den Schwierigkeiten, die Selbstverantwortung mit sich bringt ,verzweifelt und ernuechtert.(runterkommen) Kimmys Leidensgenossinnen wollen sogar zeitweise wieder zurueck in den Bunker. Wenigstens wussten sie da, woran sie waren, hatten einen Feind und ein Ziel. Doch Kimmy schafft es, mit dieser Freiheit zurechtzukommen. So geht es auch meinen Protagonisten am Ende. Und sie erkennen, dass sie diesen Weg nicht allein gehen wollen, sondern gemeinsam. Und weil man sich als Leser fragt, wie das wohl in den 80ern war, als Wladi der Frontmann seiner Band Schattenspiel war und Niko Texte fuer seine Schwester Alina schrieb, die Rockstar werden wollte, werde ich im 2. Teil davon erzaehlen. Der dritte Teil beantwortet dann endgueltig alle noch offenen Fragen und spielt in der Gegenwart.

Ach ja und die wichtigste Frage: Was bedeutet eigentlich Filme fahren? Eine gute Freundin hat das oft gesagt, kannte es aus dem Nachtleben-da bedeutet diese Redewendung Paranoia. Sie machte daraus eine Lebensphilosophie: Filme fahren bedeutete fuer uns, sich in etwas hineinzusteigern, sich in Phantasien zu verlieren und das Leben als Film zu sehen. Das ist doch eine schoene Allegorie auf die Lebenssituation der Protagonisten und dazu noch eine Reminiszenz an die „Feiersprache“ der 1990er.

Und natuerlich ist der rote Faden eine Liebesgeschichte. Ich mag das immer, wenn Liebesgeschichten als Symbol fuer das Grundthema des Buches stehen. Bei mir ist das Geschichte und Gegenwart , die sich, verkoerpert von den Charakteren Niko und Rena, unter schwierigen Umstaenden treffen,annaehern, verlieren, suchen, streiten, doch nie ganz miteinander fertig werden.

Filme fahren gibt es fuer 4,99 bei Hugendubel, Weltbild, ebook.de, buecher.de und vielen anderen…

Das ist die Seite zum Buch: Filme fahren-Roman https://m.facebook.com/UlrikeMelzerAutorin

Auf meinem Facebook-Profil erfahrt ihr alle wichtigen Neuigkeiten: Ulrike Melzer

ISBN: 978-3-7393-6902-0

Liebe Blogger: Wenn ihr Interesse an einer Rezension habt, schreibt mir: u.melzer@live.de ich wuerde mich freuen!