Nebenbei

Nebenbei

Es gibt beim Schreiben oft diesen Moment, wenn ich Hauptfiguren und Nebenfiguren klar definieren muss. Das fällt mir schwer, weil ich es so empfinde, als ob ich den sogenannten Nebenfiguren damit weniger Wert beimesse. Sie sind nur „Sidekicks“. Irgendwie unverzichtbar, als Ideengeber, als die kleinen Rädchen im Getriebe. Sie sind das „auch“ und immer dabei, nie mittendrin. Man bedankt sich artig bei ihnen, so, als wären sie nur existenzberechtigt, weil sie das Leben der Hauptfiguren in die richtige Richtung lenken. Was sie denken,fühlen, ist nur von Bedeutung, wenn es den Hauptfiguren irgendwie nützt. Ich würde diesen Mechanismus gern durchbrechen, die Geschichte jedes Einzelnen erzählen. Deshalb gibt es so viele Figuren in meinem Buch, deren Geschichte ich nun auf zwei weitere Bände verteile…
Nur eine Rolle im Film anderer Leute spielen-diesen Gedanken hat meine Hauptprotagonistin Rena, diese Erkenntnis steht am Ende des Buches. Politisch gesehen, hatte meine Generation diese Rolle gespielt: Wir haben nur von dem profitiert, was eine andere Generation vor uns erkämpft hat. Das emanzipieren, das erwachsenwerden, hat in „Filme fahren“ also nochmal eine andere Bedeutung: Das Geschenk nicht nur annehmen und genießen, sondern selbst etwas erkämpfen. Nur was? Wo stehen wir eigentlich politisch und wollen wir überhaupt irgendwo stehen? Gleichzeitig erleben sie dieses „im Schatten stehen“ auch privat. Beziehungen, in denen sie nur Nebenrollen spielen. Wichtig, aber nicht wahrgenommen.

Auch im „echten Leben“ gibt es das, Menschen, die nur eine Rolle im Film anderer spielen.
Ich lese gerade viel über Zelda Fitzgerald, die das Paradebeispiel für so eine Rolle ist: Sie inspirierte ihren Mann mit ihren Briefen, mit den Dingen die sie sagte. Was sie selbst wollte und konnte, zählte nicht. Beim Film sind es oft die Drehbuchschreiber, in der Musik die Songwriter, die heimlich im stillen Kämmerlein anderen zum Ruhm verhelfen-ohne selbst richtig wahrgenommen zu werden. Es gibt „Ghostwriter“-ein schönes Wort, Geliebte und Gagschreiber.

Die Auffassung, dass man das akzeptieren muss, ist weit verbreitet. Vielleicht bin ich ja idealistisch und naiv, aber ich glaube, in diesem ekelhaften Gefühl, das man erlebt wenn man eine solche Rolle spielt, liegt die Wahrheit: Wir spüren dann unsere Lebendigkeit, unsere Energie, die nicht unterdrückt werden will. Die lautstark einfordert, gesehen, wahrgenommen, wertgeschätzt zu werden. Wir sollten dieses Gefühl nicht unterdrücken, nicht einen Teil unserer Persönlichkeit nehmen lassen. Es geht mir dabei gar nicht um Gerechtigkeit, nicht darum, dass keiner zu kurz kommen darf. Es ist eher dieser hässliche, menschliche Zug, alles gegeneinander ausspielen zu wollen, dieses entweder-oder. In Wirklichkeit ist es doch so, dass wir unterschiedliche Geschichten erleben, unterschiedliche Menschen treffen und jede Geschichte, jeder Mensch einzigartig und wichtig für uns ist.

Ihr werdet also die Geschichten von Alina, Christoph, Marion, Wladi und Niko erfahren. Von Karen und Judith und Jasper. Und in meinen neuen Büchern werde ich einen neuen Stil ausprobieren: Weg von der Ich-Perspektive, als Erzählerin die Geschichten verschiedener Menschen erzählen. Natürlich braucht es eine Hauptfigur, Jemanden, auf den/die man sich etwas mehr konzentriert, dessen Perspektive für den Roman ausschlaggebend ist. Sonst fehlt es an Struktur und Klarheit. Das bedeutet aber nicht, dass die Geschichten der anderen Protagonisten nicht genausoviel Wert und Bedeutung haben.

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Entgegengesetzte Wahrheitswerte

Entgegengesetzte Wahrheitswerte

Inspiration für meine Blogbeiträge sind für mich oft Gespräche mit Freunden. Oft sagen sie so interessante Dinge und formulieren geniale Sätze. Gestern habe ich mit einer Freundin darüber geredet warum Menschen in welcher Weise auch immer künstlerisch tätig sind. Warum schreibe ich? Worum geht es mir?

Es ist diese eine Sache, mit der wir Menschen nicht fertig werden, die uns ewig umtreibt, obwohl wir sie wohl nie verstehen werden. Sinngemäß sagte meine Freundin, dass wir lebenslang versuchen, Gegensätze zu vereinen. Das Schicksal der dualen Welt. Wir begreifen, dass scheinbare Gegensätze in uns gleichwertig nebeneinander existieren. Dass unterschiedliche Wahrheiten zur gleichen Zeit wahr sein können. Das macht uns verrückt. Doch das ist der Stoff aus dem Filme, Bücher, Musik und Bilder gemacht werden.

Die Angst davor treibt Menschen zu seltsamen Verhaltensweisen. Wenn der schützende Rahmen fehlt, die Grenze, dann fühlt man sich unsicher. Ich glaube, unbewusst ist es die Angst vor Chaos, davor, dass nichts mehr Bedeutung hat und in endloser Beliebigkeit versinkt.

Ich kenne diese Angst auch sehr gut und habe immer wieder versucht, Grenzen zu finden die mir Sicherheit und Kontrolle über mein Leben geben. Vielleicht liegt es daran, dass ich älter werde, aber ich begreife langsam, dass diese künstlichen Grenzen viel eher in die Sinnlosigkeit führen. Das Zulassen des Chaos lässt meine Wertvorstellungen nicht verschwinden, es zerstört auch nicht meine Persönlichkeit. Wenn wir die Gegensätze in uns und in der Welt annehmen und verstehen, ist da immer noch ein Sinn. Und die Wahrheiten die wir auf diese Weise erkennen und nicht künstlich erschaffen, lassen unsere persönlichen Grenzen erkennen.

Ich bewundere Schriftsteller, Künstler, Musiker und Filmemacher, die diese Gegensätze aufzeigen, die dem Leser eine Welt zeigen, die nicht einheitlich ist. Dann fehlt die Wertung und das provoziert. Gut beobachten kann man das bei Interviews mit diesen Künstlern. Immer wieder wird dann versucht, beispielsweise die politische Meinung, oder die Ansichten zu gesellschaftspolitischen Themen zu erfragen. Wer auf dieses Spiel einsteigt, entzaubert sich. Die Antworten wirken nicht ehrlich. Vielleicht haben sie eine private Meinung zum Weltgeschehen, doch darum geht es nicht in ihrer Kunst. Es geht um viel mehr.

Ich möchte Eindrücke, Gefühle, Stimmungen sammeln und zusammensetzen. Die Schönheit der Gegensätze zeigen. Und die Wahrheit die dann zu erkennen ist, nicht erklären, sondern zeigen und mit euch teilen.

Bild: Marco Kral

Was ist Feminismus?

Was ist Feminismus?

Ich habe mich lange davor gedrückt, wollte es aber schon lange tun: Ein Buch mit feministischen Texten veröffentlichen. Texte, die ich mit Feminismus assoziiere, obwohl es nie direkt darum geht. Es gibt in letzter Zeit eine neue Lesart des Feminismus. Man hat sich angewöhnt, Vieles als Feminismus zu bezeichnen, obwohl es um etwas Anderes geht.Dabei wird banalisiert was das Zeug hält und vergessen, was Feminismus bedeutet, wie wichtig er für uns gerade heute ist.

Ich musste mir nie viel Gedanken darum machen, was Feminismus für mich bedeutet oder mich hinterfragen, ob ich Feministin bin. Es war immer ein selbstverständlicher Teil meines Lebens, genauso wie ich mich nicht fragen musste, ob ich Antirassistin bin. Ich brauche keine Diskussionen und Debatten, muss mich auch nicht darum bemühen, feministisch zu denken. Es gibt da einen schönen Spruch auf einem T-Shirt, der zusammenfasst,  was Feminismus „für mich“ bedeutet:“ The radical Notion that Women are People.“  Ich habe erst durch Freundschaften mit anderen Frauen, durch Popkultur und Medien gelernt, dass ich als Frau wohl einer Minderheit bin, kein richtiger Mensch. Dass ich mein Menschsein immer wieder unter Beweis stellen muss. Dass ich als Frau irgendwie anders sein muss. Für mich gelten andere Regeln, ich denke und fühle anders. So wie ich mich wahrgenommen habe: Als Mensch, als weiblicher Mensch mit vielen wunderbaren Unterschieden , die ich nie negativ empfunden habe, schien ich falsch zu sein.  Als Kind wollte ich mal mit Puppen spielen und rosa Kleidchen tragen und dann wieder in alten Jeans auf Bäume klettern. Damit stieß ich auf Widerstände-als Mädchen macht man sich nicht schmutzig, achtet auf sein Äußeres. Ich könne nicht mal so, mal so sein-ich müsse mich entscheiden. Entweder das wilde Jungsmädchen, oder die kleine Prinzessin. Ich wollte aber alles sein: Prinz und Prinzessin, Indianer, Ronja , Michel und Pippi. Mich mal zurückziehen und mal verrückt und laut sein. Die Mädchen die ich kannte, hatten sich für eine Seite entschieden, deshalb waren meine Spielkameraden vorwiegend Jungs. Später ging es ähnlich weiter. Das  kichernde Mädelsabend-Mädchen war ich nie-trotzdem hatte ich Spaß an Make-Up und Mode. Ich lernte, dass es Männer oft irritiert  wenn Frauen offensiv sind, dass so ein Verhalten „verzweifelt“ oder „aufdringlich“ wirkt. Es gab Rollenmuster die ich lernte, um nicht unterzugehen. Frauen und Männer waren irritiert weil ich Nietzsche las und Makeup benutzte. Weil ich gern weiblich war und trotzdem nicht immer mein Aussehen überprüfte. Wie in der Kindheit musste ich auch in meiner Jugendzeit eine Entscheidung treffen: Wollte ich das wilde Jungsmädchen sein, das sich mit Freunden betrank und Gespräche über Politik, Kunst und Literatur führte,m oder die Tussi, die  mit den kichernden Freundinnen Sex and the City schaute und dabei Prosecco trank? Tatsächlich sind Männer und Frauen gleichermaßen in diesen Klischees gefangen. Vielen männlichen Freunden wurde die Rolle des immer männlichen, starken Typen,  der keine Gefühle zeigt, zuviel.  Drogen und Alkohol waren dann eine Möglichkeit, diese Rolle zu spielen, wenn sie schon nicht der Wahrheit entsprach. Die Unterschiede zwischen Männern und Frauen waren für mich kaum spürbar-ich habe mit vermeintlich harten Typen nächtelang über unerreichbare Frauen gequatscht und wie denn ihre Signale zu deuten seien. Habe rationale, toughe Frauen getroffen und sensible Männer, die trotzdem Brüche in ihrem Verhalten hatten-wie jeder Mensch.

Die Unterschiede zwischen Mann und Frau wurden mir geradezu aufgedrängt, bis ich mich wirklich wie ein Alien, ein merkwürdiges Wesen fühlte. Wenn der Chef im Büro laut verkündete, dass Frauen und Technik auf Kriegsfuß stünden und mir und allen anderen Frauen jeden Tag klarmachte, dass wir „doof sind, einfach dumm, von der Natur fehlerhaft hergestellt.“  Wenn ein Literaturdozent von  „Frauenliteratur“ faselte und behauptete, dass Frauen anders schreiben, wenn Männer von Freundinnen ihnen das Autofahren verbieten, wenn bei Parties und Familienfeiern die Frauen in der Küche das Essen für die Männer zubereiten, wenn Frauen nicht mit Männern reden, wenn Frauen angeblich  weder Kunst, noch Musik, noch Literatur noch Sex wie Männer betrachten können. Wenn ich als Frau schlampig bin, weil ich keine Lust auf Make-Up habe, wenn Sex als Ware gilt, die ich zu zahlen habe als Gegenleistung für Freundlichkeit oder Ratschläge. Wenn vermeintlich liberale, „feministische“ Männer nur etwas mit Frauen anfangen können, die etwas dümmer sind als sie, denen sie noch etwas beibringen können. Oder die eben einer anderen Rolle entsprechen. Hauptsache, nicht auf Augenhöhe. Wenn weibliche Sexualität pathologisiert wird. Wenn Sex noch immer etwas ist, dass Frauen nicht so oft wollen, oder das ihnen nicht so wichtig ist wie den Männern. Denn Frauen sind zurückhaltend, lieb, sauber und brav. Oder versaut und schlampig. In beiden Fällen nicht ernstzunehmen. Oder merkwürdig und nervig. Nur eines nicht: Menschen. Partnerinnen auf Augenhöhe.

Ich gebe nicht „den Männern“ die Schuld , habe keinen Hass auf Männer. Weil ich nur Menschen sehe, mit Unterschieden die ich feiere, die aber nichts mit Trennung und Abgrenzung zu tun haben. Beide Geschlechter sind davon betroffen, beide leiden darunter. Es gibt antifeministische Frauen die all das mitmachen und Frauen verachten, die das nicht tun. Es gibt feministische Männer, die oft gar nicht wissen, dass sie Feministen sind. Weil sie diese extreme Differenzierung nicht machen. Ich brauche auch kein Binnen-I- und gendergerechte Sprache. Wir müssen nur die Augen aufmachen, um Misogynie zu erkennen, um legitimierten  Frauenhass zu bemerken, der tagtäglich passiert. Von einer verachtenden Haltung ist es nicht mehr weit bis zur körperlichen Gewalt. Wenn Frauen die Schuld an einer Vergewaltigung gegeben wird weil sie zu aufreizend gekleidet sind,  oder Männern die eine Vergewaltigung erleben nicht geglaubt wird, weil Männern das ja nicht passiert-dann sind wir mittendrin in den Problemen unserer ach so aufgeklärten, liberalen Gesellschaft. Diese Probleme haben etwas mit Feminismus zu tun. Und wenn wir häusliche Gewalt ignorieren, weil es Frauen betrifft die nicht unserem Bild entsprechen oder weil wir glauben, das ist Teil einer „Kultur“,  dann spricht die hässliche Fratze des Wohlstands aus uns. Wir erachten hart erkämpfte Werte als selbstverständlich und glauben tatsächlich, sie nicht mehr tagtäglich neu  erkämpfen und verteidigen zu müssen-und dass sie nicht für jeden Menschen gelten.

Weil schon soviel darüber geschrieben wurde, will ich meine Texte , die über einen langen Zeitraum entstanden sind, humoristisch gestalten,  als Alltagsaufnahmen und Geschichten . Oft wird es absurd und lustig-die Gummipuppe Barbara, die Indie-Elfe, Frauen, Määädchen-das sind Texte die ich spontan aufgeschrieben habe, wenn ich wieder mit Unterschieden konfrontiert wurde, die ich nicht machen möchte. Weil ich glaube, dass mit Humor, Satire und Geschichten viel mehr deutlich gemacht werden kann als mit Pamphleten und Abhandlungen. Die Zeichnung ist von Evelin Rebekka Kupfer.

Glück

Glück

Glück ist ein Wort, mit dem ich oft konfrontiert werde wenn ich schreibe. Ob meine Protagonisten aus meinem Debutroman „Filme fahren“ das Glück finden, wurde ich beim Interview mit dem Blitz-Stadtmagazin  gefragt. Lese ich Artikel , geht es auch darin viel darum, das Glück zu finden. Songtexte, Gedichte, Bücher handeln davon. Ich weiß nicht wie es euch geht-ich bin dann immer ratlos. Was ist denn „das Glück?“

Bedeutet es, Glück zu haben? Oder, sich am Ende in einem Zustand ewiger Glückseligkeit zu befinden? Oder Zufriedenheit?

Ja, sie finden das Glück, habe ich gesagt. Meine Protagonisten finden es. Aber, während ich gerade davon schreibe, merke ich wie schwer mir das fällt, weil ich für mich gar nicht definieren kann, was Glück ist. Wie sollen es meine Protagonisten dann finden?

Ich weiß, oder ahne schon, was gemeint ist: Werden sie ihre Träume verwirklichen können? Ein geordnetes Leben führen können? Liebe finden? Ich glaube , dass wir da etwas durcheinander bringen-ein Leben in geordneten Verhältnissen macht uns nicht unbedingt glücklich. Vielleicht nicht mal zufrieden. Ich habe eher das Gefühl, Menschen sind nie zufrieden. Wir erleben glückliche Augenblicke. So beschreibt es mein Protagonist Milosch: Wir erleben eine Reihe von perfekten, kleinen Augenblicken. Wir jagen dieser Perfektion nach und oft möchte ich meine Mitmenschen fragen: Glaubt ihr das wirklich? Dass ihr einen Menschen findet, der euch ausnahmslos täglich glücklich macht? Der alle Regeln aus Beziehungsratgebern befolgt, der von Jedem akzeptiert wird-und der dich so glücklich macht? Weil er alle Regeln befolgt, deine Lieblingsfilme kennt und immer das Richtige sagt und tut? Der einen Job hat und gleichzeitig immer Zeit? Mit dem es nie langweilig wird und nicht zu aufregend? Eine Arbeit, die euch glücklich macht und reich? Ein spannendes, cooles und gleichzeitig spießiges Leben? Gelassen sein, niemals wütend und doch immer kreativ?  Das kann doch nicht sein…

So denken tatsächlich viele Menschen. Die Realität die ich erlebe, sieht allerdings etwas anders aus: Menschen machen mich glücklich und unglücklich. Manchmal mehrmals am Tag. Ich mich selbst übrigens auch 😉 Und Regeln aus Beziehungsratgebern machen mich unglücklich. Immer. Auch diejenigen, die sie befolgen. Oft sind es Unterschiede, die mich weiterbringen. Das Suchen nach richtig und falsch. Wenn ich  Geld verdiene, habe ich keine Zeit mehr. Wer Gelassenheit braucht, kann nicht gleichzeitig ein superaufregendes Leben führen. Kreative Menschen sind eben meist nicht diejenigen, die alles richtig machen. Gefühle zuzulassen macht kreativ-aber nicht unbedingt cool. Und Liebe ist immer unpassend.

„Filme fahren“ ist der erste Teil einer Trilogie. Der zweite Teil handelt von 1980ern in der DDR, von Ereignissen, die im Buch nur angerissen wurden. Jetzt schreibe ich den dritten Teil, der in der Gegenwart spielt. Beim Schreiben merke ich, dass auch ich meinen Protagonisten gern ein bisschen Ruhe gönnen möchte. Aber ich erkenne, dass es nicht mit einem geordneten Leben getan ist. Da bleiben immer Fragen offen, werden wahrscheinlich nie beantwortet. Es wird anstrengend, peinlich und unbequem. Das Glück, das sie am Ende finden, hat etwas mit Ehrlichkeit zu tun. Sich immer mehr in Richtung Wahrhaftigkeit bewegen, sich befreien von allem, was angeblich glücklich macht. Wenn ich so etwas wie dauerhaftes Glück kenne, dann ist es Ehrlichkeit, die ich aushalte. Mich und Andere annehmen zu können, ohne Sicherheitsabstand und Alltagslügen. Wenn ich schreibe, komme ich, ob ich das will oder nicht-immer in diesen Prozess der gnadenlosen Ehrlichkeit. Dann verschwindet nach und nach jeder beschwichtigender Gedanke. Das zu akzeptieren, es sogar zu lieben-das macht mich glücklich. Nicht immer, nicht jede Sekunde. Doch die perfekten Augenblicke werden mehr.

 

Musik,Filme, Liebe und der Rest

Musik,Filme,  Liebe und der Rest

Dieser Beitrag sollte eigentlich am Valentinstag erscheinen. Doch ich habe länger dafür gebraucht, denn das Thema ist einfach unerschöpflich. Ich könnte endlos darüber schreiben. Worum es geht? Ich poste auf meiner Facebookseite oft Lieder. Manche werden sich fragen, was das denn mit mit meinem Buch zu tun hat. Sie glauben vielleicht, das spiegelt einfach meinen aktuellen Musikgeschmack wieder und hat mit dem Schreiben nichts zu tun. Filme, Serien, Musik, manchmal auch Kunst-all das hat sehr viel mit dem Schreiben zu tun. Für mich hängt es zusammen, wenn ich schreibe gehört Musik dazu, Filme bieten Inspiration. Ich gebe euch einen persönlichen Einblick in meine Welt.

Ihr habt es sicher geahnt-ich finde den Valentinstag furchtbar kitschig. Deshalb wollte ich etwas schreiben, das

für mich untrennbar mit Liebe verbunden ist: Musik. Und wie mich Musik in unterschiedlichen Schreibphasen geprägt hat. Wie mich Filme auf neue Ideen gebracht haben und was Liebe mit all dem zu tun hat…

  1. David Bowie: Ziggy Stardust

Ich war 14 Jahre alt, hasste die Schule und musste mich irgendwie abreagieren. Ich legte David Bowie auf und das Alltägliche, Graue, Stumpfe verschwand. die Wut in Bowies Stimme war meine Wut, er sang von einer Welt die ich kannte. Die Geschichte des Außerirdischen war die Geschichte aller Außerirdischen in Kleinstädten, die mehr sahen, mehr erlebten als Andere und dafür gehasst wurden. Ich lernte die Texte auswendig, sang von „Lady Stardust“ und „Rock  n Roll Suicide“. Ich hatte vorher nie so sehr begriffen, was Musik konnte. Dass sie nicht nur nett im Hintergrund dudeln, sondern neue Welten zum Vorschein bringen konnte. Ich fühlte mich nicht mehr allein, ich wusste, dass da draußen viele Außerirdische waren. Ich musste sie nur finden.

2. The Doors: Gesamtwerk

Wir sangen auf Bahnhöfen „My wild Love“. Wir sangen auf dem Weg zu einer Party „Whiskey Bar“. Wir sahen den Doors-Film bestimmt 100mal und diskutierten ihn in WG-Küchen. Jim Morrison gab uns nerdigen Dorfkindern den Mut, uns Autoritäten zu widersetzen, in Frankreich zu trampen, in Mailand fremde Menschen zu interviewen, barfuß durch die Stadt zu laufen und ganz kompromisslos wir selbst zu sein. Zu uns zu stehen. Uns selbst zu lieben. Zu begreifen, was Freundschaft bedeutet.

3. Dr. Dre: Still D.R.E. fet. Snoop Dogg

Nach der Lesung bekamen wir vom Besitzer der Kneipe eine Flasche Wein geschenkt. Das Auto hatten wir in der Nähe geparkt. Und während das nächtliche Berlin an uns vorbeizog, hörten wir „Still D.R.E. “ in voller Lautstärke. Unser Geschreibsel war plötzlich real, das einzige, das wirlich zählte. Es ging nur darum, sich zu verbessern, den nächsten Text noch besser zu machen.

4. Yasmine Hamdan: Ya Nass

Meine Wohnung ist nicht mehr meine Wohnung. Sie wird zum Schreibtempel, ein Ort ohne Zeit, ein fliegender Teppich. Ich bin in der Welt meiner Romanfiguren, ich denke wie sie und fühle wie sie. Das ist eine abgetrennte Welt, das Handy habe ich lautlos gestellt. Yasmine Hamdan singt von dieser Welt, hat eine eigene Sprache geschaffen, ein Universum, in dem ich schreiben kann. Alte Filme, abstrakte Kunst, Gedichte von Rimbaud, meine Erinnerungen-all das formt Sätze , wird zur Einheit.

5. Unbekannte Songs, an die ich mich nicht mehr erinnere…

In meiner Weimarer Wohnung bin ich gern und oft allein ohne einsam zu sein. Unter dem Dach, ein riesiger Raum voller Zettel. Ich kann die Stadt sehen, es ist ruhig und doch fühle ich mich geborgen, meine Nachbarin ist nebenan, das Kind weint, manchmal singt jemand, Kochgeräusche. Wenn ich aus dem lauten, hektischen Erfurt komme, setze ich mich an den Rechner am Fenster. Ich suche nach unbekannten Songs von unbekannten Musikern, bis ich etwas finde, das zu meiner Stimmung passt. Je obskurer, desto besser. HipHop aus Israel, Folklore aus Bulgarien, Serbischer Punk.  Ich schreibe, suche nach Filmen, schreibe wieder. Nichts ist klar, nichts ist geordnet. Keine einfachen Lösungen.  Trotzdem bin ich glücklich.

6. Basquiat

Ich weiß nicht mehr wann ich zum ersten Mal Bilder von Jean-Michel.Basquiat gesehen habe. Ich glaube, es war eine Ausstellung in Kassel. Doch ich kann mich noch daran erinnern, dass seine Kunst in mir das ausgelöst hat, was ich bisher nur von Filmen und Musik kannte: Anders sehen. Weiter werden. Weil ein Künstler etwas Neues geschaffen, seine eigenen Grenzen definiert hat. Weil darin eine Kompromisslosigkeit zu erkennen ist, Furchtlosigkeit.

7.. Filme

Es gibt viele Filme, die mir wichtig sind. Filme, die ich allein oder mit Anderen gesehen habe. Filmvernarrte Freunde, mit denen ich stundenlang diskutieren konnte. Wir haben alles gesehen: Tarantino-Filme, Novelle Vague, deutsche Filme von „die Blechtrommel“ über Fassbinder bis zum deutschen 1990er-Jahre-Kino. Trainspotting, Fatih Akin und Jim Jarmusch-Filme. Neue Filme und Serien zu entdecken wurde irgendwann, als Freundschaften einschliefen und man erwachsen wurde, zu einem Ritual nur für mich, um in diese Schreibwelt abzutauchen, da brauchte ich sowieso niemanden. Bis mir jemand der weit entfernt von mir lebte, ein neues Ritual beibrachte:“Waltz with Bashir“ war der erste Film, den wir gemeinsam schauten, ohne am gleichen Ort zu sein. Irgendwann wurden daraus Woody-Allen-Filme auf der gleichen Couch mit viel chinesischem Essen, das Gesamtwerk von Fellini, Scorseses und Truffaut. Dann folgten Serien: Boardwalk Empire“, The Walking Dead und „Girls“. Die Liebe zu Filmen hat uns sofort erkennen lassen: Dieser Mensch passt in mein Leben.

8. Sevdaliza, Solange, Banks, Abra Moore, Santigold

Und dann gibt es das Alleinsein. Die Momente, wenn ich wieder allein bin mit mir, meinen Gedanken und Erinnerungen. Mit einer Welt, die immer noch da ist, die mich an das erinnert, was ich verdrängen möchte. Es gibt Musik, die mich herausholt aus einer Gewissheit, die trügerisch ist. Die mir klarmacht, wie kompliziert und schwierig und schön das Leben ist. Daran, dass es keine einfachen Lösungen gibt. Dass Sicherheit nicht Glück bedeutet. Es ist jetzt schwieriger. Aber trotzdem genauso wahr.

Die hysterische Frau-oder „Schlampen, bei denen ich mich entschuldigen muss.“

Die hysterische Frau-oder „Schlampen, bei denen ich mich entschuldigen muss.“

Im 19. Jahrhundert gab es eine Krankheit, unter der nur Frauen litten: Die „Hysterie“.

Frauen, deren Existenzberechtigung nur darin bestand, dem Mann zu dienen, Frauen, die übersexualisiert wurden, in feste Rollen gepresst und jeglicher Menschenwürde beraubt, wurden durch hysterische Anfälle pathologisiert. Ihre Weiblichkeit war das Problem, die „Schwäche“ der Frau, die Krankheit wurde zum Erklärungsmuster für patriarchalische Strukturen. Und die Hysterie selbst war eine Anklage gegen das Leben als Hausfrau und Mutter. Symptom und oft auch Ausbruchsversuch aus krankmachenden Strukturen.

Hat sich wirklich so viel geändert? Leben wir heimlich nicht immer noch in  diesen uralten und längst überwunden geglaubten Rollenbildern?

Es gab in meinem Leben oft diese Momente, wenn mir klar wurde, dass manche Männer mich nicht als Menschen wahrnehmen. Am Deutlichsten wurde das für mich in Filmen und Serien. Ich sehe sie als Spiegel unserer Gesellschaft, unserer Zeit. Wenn es für Frauen nur die Rolle des albernen, naiven Mädchens, der süßen Elfe, der knallharten Geschäftsfrau, der Sexbesessenen gibt. Wenn eine sexuell aktive Frau in Filmen und Serien  immer eine schwere Kindheit und diverse Traumata durchmachen musste, ohne die sie sicher nicht diesem“krankhaften Drang“ nachgehen muesste, dann, ja, dann fühle ich mich in zurückversetzt ins 19. Jahrhundert.

Es gibt eine Serie, die mir schmerzhaft bewusst macht, wie oft Frauen bei diesem Irrsinn mitmachen-obwohl sie durchschauen, was sie tun. Es gibt noch immer eine große Verunsicherung bei vielen Frauen, die all die verschiedenen Klischees und Rollenbilder für sich nutzen, von ihnen benutzt werden und denen sie offenbar nicht entkommen können. Wenn „Rebecca Bunch“ die Hauptfigur der Serie „Crazy Ex-Girlfriend“ mit großen Augen in die Welt schaut und sich durch sämtliche weibliche Klischeerollen spielt, offenbart sich in ihr diese Unsicherheit. Die Serie macht mich wütend, weil sie gleichzeitig diese Klischees bedient und hinterfragt. Die Serie ist Satire und gleichzeitig selbst  ein riesiges Problem. Und während man sich noch fragt, ob das mit dem Feminismus in der „heutigen Zeit“ nicht total übertrieben ist, hält uns  Rachel Bloom, CoCreator und Hauptdarstellerin, den Spiegel vor. Wir sehen uns darin und lernen, dass es noch viel zu tun gibt….

Aber von Anfang an…

Rebecca Bunch ist Ende 20, erfolgreiche New Yorker Anwältin, aber unglücklich und einsam. Das ändert sich, als sie eines Tages ihre Jugendliebe Josh Chan trifft. Der schwärmt ihr so von seiner Heimatstadt West Corvina /Kalifornien vor, dass Rebecca auf einmal schmerzhaft bewusst wird, das er all das hat, was sie vermisst: Sonne, Freunde, ein entspanntes Leben. Und: Sie hat eigentlich nie aufgehört ihn zu lieben. Kurz entschlossen packt sie ihre Sachen, um nach West Corvina umzuziehen. Das wird ihr als „weird“ und „Crazy“ angekreidet. Damit der Zuschauer das auch begreift, gibt es eine penetrante Titelmelodie, die verachtender kaum sein könnte: Rebecca rechtfertigt sich. Ihre neuen Freunde singen: „She is the crazy Ex-Girlfriend.“  Die kalifornische Sonne kräht: She´s so broken insiiiide…“ Ja. wir haben es begriffen: Rebecca ist total weiird. craazy. Hysterisch halt. Wie Frauen nun einmal so sind. Die laufen auch totaal desinteressierten Männern hinterher und ziehen wegen ihnen um: Weiird. Ich weiß nicht, ob es nur mir so geht, aber ich habe eher den Eindruck , Rebecca Bunch war unglücklich in New York. Josh war für sie nur ein Ideengeber. In Kalifornien findet sie in einer schrägen kleinen Kanzlei echte Freunde, sie erlebt etwas, statt nur dem Erfolg nachzujagen. So eine Entscheidung ist doch eher clever als durchgeknallt? Es scheint zeitweise fast so, als würde sie von ihrer Umgebung und ihren eigenen Vorstellungen, wie eine Frau zu sein hat, zu einer liebesbesessenen Irren gemacht, statt wirklich Eine zu sein.

Eigentlich ist Rebecca Bunch ziemlich normal: Sie ist intelligent, ehrgeizig, liebevoll, kindisch, egoistisch, vernünftig, meistens gut gelaunt und optimistisch, manchmal traurig und wütend. Sie mag ungesundes Essen und versucht krampfhaft gesünder zu leben.  Liebeskummer bekämpft sie mit Eis, Alkohol und Gelegenheitssex. Sooo durchschnittlich. Ein Mensch eben. Doch ihre eigenen Erwartungen, mit denen sie sich und ihre Mitmenschen unter Druck setzt, lassen sie immer leicht überdreht wirken. Statt einfach zuzugeben, dass sie sich in West Corvina wohlfühlt, erfindet sie lieber verrückte Geschichten. Aus Angst, nicht so zu sein wie die Barbie-Freundin ihres Ex, presst sie sich in enge Kleidchen. Ist mal die konservative Schwiegertochter, Die 1950er Hausfrau, Das coole Mädchen, die Prinzessin, das lässige Surfer-Girl….Sie versucht mit Baby-Stimme und pseudofeministischem Gerede Frauenfreundschaften zu knüpfen. Und man möchte ihr nur zurufen: Rebecca! Sei doch einfach du selbst. Denn hinter diesen Rollen steckt ein Mensch, mit dem wir uns alle identifizieren können. Die Liebe zu ihrem Ex ist nicht nur eine einseitige Projektion, der Umzug war eine gute Idee. Ihre Arbeitsstelle und ihre Freunde machen sie zu einem lebendigeren, reflektierten Menschen.

Doch penetrant wird Rebecca zur hysterischen Frau gemacht: Ihr Vater hat sie im Alter von 7 Jahren verlassen,   weil sie so merkwürdig und dramatisch ist. Genauso wie Josh. Fast Jede/r Protagonist/in bezeichnet sie mehrmals in ein einer Folge als „weird“, crazy, durchgeknallt, merkwürdig. Und oft wirkt es völlig unpassend. Denn diese Leute sind der Hauptfigur eng verbunden. Und nicht weniger weird: Der nerdige Chef, der dümmliche Surferboy Josh, der frustrierte Alki Greg, die Langzeitstudentin Heather, die noch bei ihren Eltern wohnt, die zickige und unglückliche Yogatussi Valencia, die beste Freundin Paula, deren Lieblingsbeschäftigung es ist, fremde Handys zu knacken oder das Liebesleben ihrer besten Freundin als Soap für ihr langweiliges Leben zu missbrauchen. Nicht eine/r der Protagonisten hat das eigene Leben im Griff. Doch genau das macht sie zugänglich und sympathisch. Es macht keinen Sinn, wenn einzig und allein die Hauptfigur als Problemfall dargestellt wird.

Das, was Rebecca verrückt macht, sind die veralteten und dennoch präsenten Klischees, in die Frauen gepresst werden. Sie hangelt sich in jeder Folge von Rolle zu Rolle und verbirgt ihr wahres Wesen. Und das schmerzt. Das nervt. Weil jede Frau dieses Gefühl kennt. Weil wir mit übertrieben süßlichem Getue, das Kulleraugen-Mädchen mimen, das nur ganz süße, putzige Fehlerlein macht, die mit einem Kichern verziehen werden. Solche Mädchen streiten sich nicht, sie interessieren sich nicht für Politik, haben nie eine eigene Meinung. Nur die, die nicht wehtut,  mit gaanz viel Liiebe für die Menschen, Tiere und Kinder so zuckersüß….. Weil wir oft das höfliche, stille Mädchen sind, das gemeinsam mit den Männern über diese „laute, nervige Frau“ herzieht. Weil wir sie heimlich bewundern und auch gern so offen unsere Meinung sagen würden. Weil wir andere Frauen als „andere Frauen“, Schlampen und „frustrierte Zicken“ bezeichnen. Weil wir lieber rosa Mützchen stricken, als uns um missbrauchte Frauen und Gleichberechtigung zu kümmern. Weil das so schön girly ist. Weil das nichts ändert und bequemer ist, als sich mit Arbeitskolleginnen gegen Sexismus am Arbeitsplatz einzusetzen.

Das Wichtigste Merkmal der Serie „Crazy-Ex-Girlfriend“: Die Musical-Einlagen.

Rebecca Bunch träumt sich ihr Leben als Musical zurecht. Und so wird jeder Musikstil und verschiedene Stars parodiert: Britney Spears, Shakira, Beyoncé….Und in jedem dieser Songs geht es um ein weibliches oder auch mal männliches Klischee. Mein Favourit ist der „Sexy getting ready Song“,  die  wunderbare Parodie eines R´nB-Videos. Es geht um den Aufwand, den Frauen vor einem Date betreiben, während der Mann schnarchend auf der Couch liegt. Derart übertrieben und wahr, dass es keiner weiteren Erklärung bedarf. Zum Schluß bricht der Rapper seinen Part ab, weil er erschüttert ist, ob der Quälereien, die Frauen auf sich nehmen, um dem Bild des Mannes zu genügen. Und besser kann der Widerspruch der Serie und des gesellschaftlichen Konfliktes in dem wir uns befinden, nicht auf den Punkt gebracht werden: Der Rapper arbeitet sich durch eine Liste der „Video Girls“, bei denen er sich für sein chauvinistisches Verhalten entschuldigen möchte: „Ich möchte mit dir über „das andere Geschlecht“ von Simone de Beauvoir reden“ sagt er einer der Videodarstellerinnen. Die Überschrift seiner Liste lautet: „Bitches to Apologize  to.“

Die Zeichnung ist von Evelin Rebekka Kupfer. Für mein Buch „Mädchen“, an dem ich gerade arbeite,  steuert sie einige Zeichnungen bei-eine große Ehre für mich! Das Buch ist eine Sammlung von verschiedenen Texten-Gedichte, satirische Texte, Geschichten, Essays….zum Thema Feminismus. Dieser Text ist ein Auszug.