Kann man eigentlich auch einen Newsletter schreiben wenn gar nichts passiert?

Also, so gar nichts.

Ich habe den Juli mit einer fiesen Sommergrippe verbracht. Trotzdem habe ich mir gedacht, ein monatliches Update ist wichtig. Ich möchte gern, dass ihr regelmäßig etwas von mir lesen könnt. Und mir ist aufgefallen, dass auch in diesen unproduktiven Zeiten eine Menge passiert. Schriftsteller und Künstler reden nicht viel darüber. Sie posten Neuigkeiten. Informationen. Der Weg zum fertigen Produkt, die anstrengenden, nervigen, holprigen Wege lässt man aus. Schade, eigentlich.

Teil 1: Lesen!

Also, fangen wir mal an: Der Juni endete mit einer schönen, spontanen Aktion, die ich jedem Autorenkollegen und Kollegin nur empfehlen kann: Ein spontaner Auftritt bei einer Open Stage. Wie  kam es dazu? Ich hatte eine seltsame Bühnenphobie entwickelt und dazu noch eine Menge Selbstzweifel. Warum? Weil ich kein Echo bekam. Mein Buch ist noch nicht wirklich veröffentlicht-ein E-Book ist für die meisten Menschen kein richtiges Buch. Ja, Reaktionen und Einschätzungen bekam ich. Doch nur von sehr wenigen Menschen. Ich entschied mich also für eine Druckausgabe. Dazu mehr im zweiten Teil. Ich war mir nicht mehr sicher, ob mein Buch wirklich einem Publikum zugemutet werden sollte. Einen spontanen Auftritt kann man nicht lange vorbereiten. Das war der Grund, warum ich mich dafür entschied. Da muss man eben ganz unperfekt auf eine Bühne-egal was vorher war. Ob man gerade gestresst ist, scheiße aussieht, keine Lust hat, nicht vorbereitet ist-egal. Einfach los. Und so war es dann auch. Ich wusste nicht, was ich sagen soll. War nicht vorbereitet. Und es lief. Sehr gut sogar. Tolles Publikum, tolle Stimmung. Und die Erkenntnis: Das Buch sollte unbedingt einem Publikum zugemutet werden.

Teil 2: Das Buch

Kommen wir nun zum weniger erfreulichen Teil: Mein Buch kann zwar überall als Taschenbuch gekauft werden. Doch leider ohne Klappentext. Der wurde schlicht und ergreifend einfach vergessen. Das kann passieren, wenn man Aufgaben delegiert, die einem selbst nicht so liegen. Ich finde es trotzdem wichtig, weil ich mit Grafik und Technik  restlos überfordert bin.  Als wir den Fehler bemerkten, war das Buch schon auf dem Markt. Meine Grafikdesigner-Helferin war verreist und so half mir der Künstler, der auch für das Cover von „Filme fahren“ verantwortlich ist: Raziel. (Ticc Gallery) Er steuerte auch einen schönen Untertitel bei: Eine Urbane Reise zur eigenen Identität.  Da hatten wir nun einen schicken Klappentext auf einem schönen Cover-doch  die alten  Exemplare müssen nun noch irgendwie abverkauft werden, bevor das neue Buch verkauft werden kann. Ich versuche das gerade noch irgendwie zu retten. Ab August könnt ihr das Buch in der richtigen Version mit Klappentext bei mir kaufen. Schreibt mich einfach an: u.melzer@live.de. Dann bekommt ihr das Buch, bezahlt direkt bei mir. Auch eine E-Book-Variante für den schmalen Geldbeutel möchte ich neu herausbringen. Mehr dazu im August-Newsletter.

Teil 3: Nervkram

Ich habe den Juli mit dem Schreiben eines Artikels verbracht, der mir sehr wichtig war. Dafür habe ich alles andere-mein Buch, neue Bücher, Aufträge-hinten angestellt. Ich dachte, dass es vielleicht einige Änderungswünsche geben würde. Leider wurde der Artikel aber  abgelehnt. Ein Teil zumindest. Ich kann ihn noch ändern und habe so zumindest die Möglichkeit, dass all die Arbeit nicht umsonst war. Der andere Teil wurde nicht kritisiert. Er wird nicht erwähnt, nicht gedruckt. Einfach Schweigen. Was genau stört, was das Problem ist, weiß ich nicht so genau. Ich kann also nicht weitermachen und weiß nicht einmal, warum das so ist. So etwas passiert oft. Richtig schlimm ist es, wenn es dabei nicht nur um einen Text sondern einen Film, ein Buch oder einen Auftrag geht, von dem die nächste Miete abhängt. Ich kann nicht verstehen, warum man Menschen so in der Luft hängen lässt, die sich viel Arbeit gemacht haben. Wenn ein Auftrag nicht so ausgeführt wurde wie erwartet, ist die Sache klar. Dann muss man eben nochmal ran. Ärgerlich ist es , wenn nicht mal klar artikuliert wird, was eigentlich so störend ist.

Aber-es ist Sommer. Und ich liebe es, auf der Parkbank zu schreiben, denn da kommen mir immer die besten Ideen für meine neuen Bücher. Lesungen, Kunst, Eis, Wald, Bücher, Musik-der Sommer ist für mich immer eine Inspirationsjahreszeit….

Positiv an einer Sommergrippe ist, das man mal richtig Zeit zum Lesen hat. Und wenn man die mit einem Businessratgeber verbringt, ist das sogar richtig produktiv. Ich entdeckte dieses Buch ganz zufällig: Business für Bohemiens von Tom Hodginson. Ich kann dieses Buch nur empfehlen. Weil es für die Menschen geschrieben wurde, die mit Business eigentlich gar nichts anfangen können. Ich mag seine klare, sympathische Ausdrucksweise, die Ehrlichkeit. Das Buch motiviert mich, obwohl es weit entfernt vom Positive-Thinking-Quatsch ist, den sich AutorInnen oft reinziehen. Ich werde dazu einen extra Blogbeitrag schreiben.

Wie Patti Smith, nutze auch ich Erkältungen zum Gedichteschreiben. Hier könnt ihr sie nachlesen: https://www.facebook.com/Worte-Bilder-Gedanken-277302995790286/

und hier: Wortsucher.com/

Ich ordne gerade meine gedichte,  weil ich sie gern als Bücher herausbringen möchte. Dazu ein paar Worte: Mein erster Gedichtband „Morgendämmerung“ wurde im zarten Alter von 15 verfasst. Sie wurden beim Ausgehen in Bars geschrieben  und sind ähnlich romantisch-melancholisch und von Drama und Weltschmerz geprägt, wie die Alben von Lana del Rey. 😉 Und ähnlich nervig.

Ich habe sie passenderweise in Bars und Kneipen vorgelesen, mit musikalischer-natürlich melancholischer Begleitung.

Danach kam „Großstadtparanoia“. Urbanität, Transkultur, der Mensch und die Stadt, als Individuum und Teil einer Stadt, individuelle Einblicke in fremde Fenster anonymer Großstadtbewohner: All das waren Themen, die ich gemeinsam mit Künstlern zu einer Mischung aus Lesung und Ausstellung machte.

Danach kam „der goldene Turm“: Politik, Liebe, Religion: Das sind die goldenen Türme, in denen sich einer verirrt, der Andere will ihn retten. Ist gerade fertiggeworden.

Und im Moment arbeite ich an „Burning Bridges“. Es geht um Verbindungen-zwischen Menschen, Dingen, Zeiten.

Mehr dazu im August…..

So, ich trinke jetzt noch einen Tee, hoffe auf besseres Wetter und schnelle Genesung. Denn im August möchte ich wieder mit guten Neuigkeiten für  euch da sein. Wem das alles zu lange dauert, kann mein Buch ohne Klappentext bei Amazon, Hugendubel und Thalia bestellen.

liebe Grüße und bis ganz bald!

eure Rika

 

 

 

 

 

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